Jüdische Studien & Gesellschaft
Neuerscheinung: Omar Kamil, „Muslimischer Antisemitismus“
Buchcover: Kamil_Muslimischer Antisemitismus
Das neue Buch von Omar Kamil, Muslimischer Antisemitismus, ist im C.H. Beck Verlag erschienen. Es zeichnet die lange Geschichte jüdisch-muslimischer Beziehungen nach und untersucht, unter welchen historischen, politischen und gesellschaftlichen Bedingungen sich moderne Formen muslimischen Antisemitismus herausgebildet haben.
Das Buch richtet sich an Studierende und Fachwissenschaftler, ebenso wie an eine breitere interessierte Öffentlichkeit. Im Zentrum stehen Fragen, die auch gegenwärtige Debatten prägen: das Verhältnis von Religion und Politik, die Geschichte des Nahostkonflikts, Antisemitismus in muslimisch geprägten Gesellschaften sowie Möglichkeiten einer differenzierten Betrachtung jüdisch-muslimischer Beziehungen jenseits einfacher Gegensätze.
Das Buch greift damit zugleich Themen auf, die in Forschung und Lehre des Seminars für Jüdische Studien eine wichtige Rolle spielen.
Zur Verlagsseite:
https://www.chbeck.de/kamil-muslimischer-antisemitismus/product/36974651
Besprechung bei Deutschlandfunk Kultur:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/buchkritik-omar-kamil-muslimischer-antisemitismus-100.html
Vortrag am 21.01.2026
Wandernde Melodien, geteiltes Erbe – Jüdische und arabische Musik im mediterranen Resonanzraum
Wandernde Melodien – Jüdische und muslimische Musik im mediterranen Klangraum
Iraqi Band to the Congress
Über Jahrhunderte war das Mittelmeer ein Raum geteilter Klänge. Jüdische und muslimische Musiker spielten dieselben Melodien, Modi und Repertoires – in Synagogen, bei muslimischen Festen oder an höfischen Bühnen. Musik war Teil eines gemeinsamen kulturellen Alltags, nicht strikt religiös getrennt.
Noch im frühen 20. Jahrhundert traten jüdische und muslimische Musiker in Städten wie Istanbul, Aleppo oder Tunis gemeinsam auf. Diese verflochtenen Klangwelten stehen im Mittelpunkt des Abends.
Das Risha Ensemble bringt diese geteilte musikalische Tradition auf die Bühne. Ein kurzer Einführungsvortrag eröffnet den historischen und kulturellen Kontext.
Ein Abend über Nähe im Klang – und das Mittelmeer als gemeinsamen Resonanzraum.
Wann: 21. Januar, 18:30 Uhr
Wo: Niemeyer-Saal, Haus 32, Franckesche Stiftungen
Veranstalter: Universität Halle-Wittenberg, Orientalisches Institut, Seminar für Judaistik / Jüdische Studien
Flyer
Flyer Wandernde Melodien_final.pdf
(446,5 KB) vom 14.01.2026
Veranstaltungsreihe der Judaistik / Jüdische Studien in Halle 2025: Klangspuren jüdischer Diasporas – Musik und Migration“
Klangspuren der jüdischen Diaspora im Osmanischen Reich
Musik / Migration / Erinnerung
Jüdische Musik ist mehr als Klang – sie ist Erinnerung in Bewegung. Ihre Melodien erzählen von Aufbruch und Ankunft, von Schmerz und Hoffnung, von verlorenen Sprachen und neu gefundenen Stimmen. Über Generationen hinweg hat sich in der jüdischen Diaspora eine reiche musikalische Kultur entfaltet, die geographische Entfernungen, sprachliche Brüche und kulturelle Übergänge überbrückt. In den Liedern aus Erbil, Marrakesch, Córdoba, Istanbul und Alexandria verdichten sich biografische wie kollektive Erfahrungen zu einem vielstimmigen Klangarchiv, das ebenso von Heimat wie von Exil erzählt.
Im Zentrum dieser Veranstaltung stehen die sephardischen Klangwelten – jene musikalischen Traditionen, die sich nach der Vertreibung der Juden aus Spanien im Jahr 1492 im kulturell und religiös pluralen Raum des Osmanischen Reiches weiterentwickelt haben. Die Lieder in Ladino, der altspanischen Sprache der Sephardim, überliefern Geschichten von Liebe, Verlust, Alltag und Glaube. Sie tragen Spuren andalusischer Poesie ebenso wie osmanischer Tonkunst.
Die Veranstaltung lädt ein zu einer musikalisch-literarischen Spurensuche: Nach einer einführenden historischen Verortung und einem moderierten Gespräch zu den Themen jüdische Musik, Migration und kulturelles Gedächtnis hören Sie Ladino-Musik live – dargeboten von der Musikgruppe Herje Mine, die diese traditionsreiche, vielschichtige Musik mit Hingabe und Respekt neu zum Klingen bringt.
Ob melancholisch, hoffnungsvoll oder festlich – die Musik eröffnet einen sinnlichen Zugang zu einer Welt, die durch Migration geprägt war und in der Musik zugleich Trost, Ausdruck und Verbindung war.
Ein Abend für alle, die sich für Musik, Geschichte, jüdisches Leben und die Kraft der Erinnerung interessieren.
Zeit: 19. Juni, 18 Uhr
Ort: Studiobühne der Musikpädagogik (Haus 2), Dachritzstraße 6 (4. Obergeschoss), 06108 Halle
Eine Veranstaltung des Seminars für Judaistik / Jüdische Studien an der MLU, in Kooperation mit der Heinrich Böll-Stiftung und dem Zunz-Moyal Verein
19.06.2025 Klangspuren der jüdischen Diaspora im Osmanischen Reich
queerer:glauben in Halle und Merseburg
Veranstaltungsreihe Juni bis 1. Juli 2024 in Halle und Merseburg
Queerglauben Insta-Kachel
Unsere Gesellschaft ist geprägt von Vielfalt und Schattierungen unserer Identitäten. Dabei macht uns als Menschen unsere Sexualität, Gender und Geschlecht zu dem, wie wir sind und uns selbst sehen. Genauso vielschichtig ist aber auch die Sicht der queeren Community auf die Religionen (und anders herum). Ob an etwas, andere, sich geglaubt wird bietet spannende Perspektiven. Wir laden Sie und Euch daher sehr herzlich zu den folgenden Veranstaltungen ein:
1. Nichtöffentlicher Schuleinsatz des BBZ "lebensart" e.V. (Halle): Was ist Queerness?
2. Mittwoch, 5. Juni, 17 Uhr, GSR der Jüdischen Studien: Prof. Dr. Voß (Merseburg), „Religion und die gesellschaftliche Debatte um geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung“ (Vortrag)
3. Montag, 10. Juni, 18 Uhr, Hof der Jüdischen Studien (Halle): Queer und Glaube Gruppe (Halle), „Glauben/s/Liebe“
4. Dienstag, 11. Juni, 17 Uhr, Hochschule Merseburg, Bibliotheksfoyer: Rosa Jellinek, „„Jüdisch und Queer – (k)ein Widerspruch?“ (Vortrag)
5. Mittwoch, 12. Juni, 9-12 Uhr, Hochschullernwerkstatt der MLU (Franckesche Stiftungen): Rosa Jellinek, „„Jüdisch und Queer“ (Workshop), max. 20 Teilnehmende, die sich bitte bei der Lernwerkstatt der MLU anmelden: lernwerkstatt@paedagogik.uni-halle.de.
6. Mittwoch, 12. Juni, 13-18 Uhr, Zentrum für Lehrer*innenbildung der MLU, Dachritzstraße R. 215: Alexandra Groth und Trixi Jenning, „Un_sichtbar // Geschlechterreflektierter Unterricht und sexuelle Bildung in der Schule“ (Lehrer:innenfortbildung, Anmeldung beim LISA über ELTIS 23F2110032, Lehramtsstudierende über ZLB)
7. Donnerstag, 13.Juni, 17 Uhr, Hochschule Merseburg, Bibliotheksfoyer: Figen Mehmedoğlu (SALAM Sachsen-Anhalt, Halle) & Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (Merseburg), „Muslimisch & Queer - Workshop und Gespräch“
8. Mittwoch, 26.06., 18 Uhr, Jüdische Studien (Halle): Noach Wunner, „Jüd*nnen am Institut für Sexualwissenschaft - Historische Biografien“ (Vortrag)
9. Montag, 1. Juli, 18 Uhr, Löwengebäude der MLU (Halle), HS XIII: Prof. Dr. Hieke (Mainz), „Leben – Liebe – Vielfalt. Sexualität, Geschlecht und Bibel“ (Vortrag)
queerer:glauben ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Ilan-Programms/Jüdischen Studien der MLU (Halle), der Soziale Arbeit.Medien.Kultur der Hochschule Merseburg, der Hochschullernwerkstatt der MLU (Halle), dem des BBZ "lebensart" e.V. und der Queer und Glaube Gruppe (Halle). Mit Dank an weitere Partnerorganisationen wie der ZLB der MLU und dem LISA, sowie Beiträgen von Keshet Deutschland und Salam. Weitere Infos ebenfalls unter: https://www.hs-merseburg.de/hochschule/information/veranstaltungen/details/veranstaltung/veranstaltungsreihe-queererglauben/
Alle Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
Und nicht vergessen: am 15. Juni findet der erste CSD in Köthen statt!
Wo ist was bei queerer:glauben zu finden?
Jüdische Studien der Martin-Luther-Universität: Großer Berlin 14 (am Jerusalemer Platz), 06108 Halle
Hochschule Merseburg: Eberhard-Leibnitz-Straße 2, 06217 Merseburg
Hochschullernwerkstatt Erziehungswissenschaften der MLU: Franckesche Stiftungen, Haus 31, Franckeplatz, 06108 Halle Saale)
Zentrum für Lehrerbildung (ZLB), Dachritzstraße 12, 06108 Halle (Saale)
Löwengebäude der Martin-Luther-Universität, HS XIII: Universitätsplatz Halle
queerer_glauben_Beschreibungen_Juni bis 1. Juli_Halle und Merseburg.pdf
(781,8 KB) vom 03.06.2024
queerer_glauben_Veranstaltungen_Juni bis 1. Juli_Halle und Merseburg.pdf
(788,1 KB) vom 03.06.2024



